Digitale Bildgestaltung und digitale Illustration

Durch die Vielgestaltigkeit grafischer Projekte hinsichtlich Thema, Umfang und Umsetzungsart, läuft natürlich jedes Projekt etwas anders ab. Meistens sieht es in etwa so aus:

Bevor es richtig los geht

Nachdem ich mein Thema kenne und ein paar erste Gedankenskizzen, die unbedingt sofort hinaus wollten, zu Papier gebracht habe, folgt – je nach Komplexität des Themas – erst einmal die Recherche. Eine prähistorische Landschaft beispielsweise lässt sich ohne Vorkenntnisse nicht einfach so aus dem Hut zaubern. Zumindest, wenn sie den realen Gegebenheiten entsprechen soll… Also befrage ich die Bücher, das Netz oder jemanden, der sich damit auskennt, bis ich alles habe, was ich für die weitere Arbeit brauche.

Chaos auf Papier

Ich arbeite gern am Computer, weil ich jedes Detail zu jedem Zeitpunkt nach meinen Vorstellungen korrigieren kann. Nichts ärgert mich mehr, als wenn eine der tausend Linien meiner fertigen Grafik zu weit nach links gerutscht ist und ich es nicht mehr ändern kann.
Bei der Ideenfindung ist das etwas anderes. Da muss ich weg von Bildschirm und Bürostuhl, irgendwohin, wo ich, den Bleistift in der Hand und mein Skizzenbuch auf den Knien, einfach anfangen kann. Der Ausdruck: ‚Denken mit dem Stift’ umschreibt das ganz gut, finde ich. Es geht in dieser Phase nicht um die perfekte Zeichnung, sondern darum, den Gedanken freien Lauf zu lassen, auch chaotische Sachen zuzulassen, um alternative Wege zu finden und die Dinge dort neu zu ordnen. Am Ende steht, mit etwas Glück, der fertige Entwurf.

Ordnung am Bildschirm

Der Entwurf ist gescannt und erscheint vor mir am Bildschirm. Das ist ein schöner Moment. Denn nun geht es los mit der Umsetzung zum digitalen Bild. Meistens mit Adobe Illustrator und/oder Photoshop, sowie meinem Wacom Intuos 4. Bis alles perfekt ist, kann das eine Weile dauern, aber irgendwann ist es soweit: Alle Linien, Flächen und Farben sind dort, wo sie sein sollen, alle Korrekturen sind gemacht und die fertige Grafik liegt vor mir. Und bevor ich mich richtig darüber freuen kann, merke ich, dass ich in Gedanken schon an der nächsten Sache dran bin…